Zoe
Erstellte Foren-Antworten
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Lehrt das Gleichnis, es sei gut, immer mal wieder unsere Meinung, von mir aus auch Überzeugung zu befragen? Meines Erachtens geht dieser Schluß an einem entscheidenden Punkt des Gleichnisses vorbei. Es handelt es sich um 2 unterschiedliche Welten. Wenn man von Meinungsveränderung spricht, dann bewegt man sich auf ein und derselben Ebene. Meinungsvielfalt „befreit“ und insofern kann man schon einer „lichteren“ Umgebung sprechen, in der man sich aufhält. Wenn ich mich mit den Höhlenbewohnern identifiziere, dann weiß ich aber gar nicht, daß „draußen“ noch etwas Anderes ist.
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Man kann zwar „quer“-lesen, aber nicht „quer“-hören. Ich habe versucht, nur die Passagen zu hören, in denen Scobel das Gleichnis aus dem Weltbild „Sein“-„Schein“ rausholt, weil dies für mich darüber entscheidet, ob man es für die Gegenwart „adaptieren“ kann und ja, da habe ich den Schluß und vermutlich noch Einiges nicht gehört. Ich höre nochmals @Heigi .
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Danke @Heigi . Ich habe mir den Vortrag angehört. Ob ich die Stelle, auf die mir alles ankommt, kapiert habe, das weiß ich nicht. Scobel führt den Begriff „Wirklichkeit“ ein und setzt ihn an die Stelle des „Sein“ von Platon. Als Beispiel der „Abbild“- bzw. der „Schein“welt erwähnt er die digitale Welt. Diese Welt müsse man in die analoge Welt zurückführen (ich meine, er nennt diesen Vorgang „transfomieren“), um in die Wirklichkeit zu kommen. Über „Wissenschaft“ und „Politik“ habe ich gar nichts gehört?
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Hm, wenn ich weiß, daß es hinter meinem Horizont weiter geht, was habe ich davon, wenn ich doch nicht weiß, wie es weitergeht, was dahinter noch kommt. Wüßte ich es, dann wäre mein Horizont ja bereits ein Anderer oder Weiterer. Ja, ich bin unter dieser Voraussetzung zurückhaltender in meinen Überzeugungen.
Einer der für mich maßgeblichen Punkte im Höhlengleichnis ist der Umstand, daß die in der Höhle Sitzenden, die philosophisch nicht gebildeten, normalen Menschen beim besten Willen nicht sehen und nicht erkennen können. Übertragen wir das auf uns, übertrage ich das auf mich, dann geht es nicht darum, um unsere jeweiligen Tellerränder zu wissen und sie zu entdecken, denn dieser Ansatz beinhaltet, daß wir erkennen können, was über die Tellerränder hinaus gesehen werden kann, nur ist das den Höhlenbewohnern bei Platon eben gerade nicht möglich.
Ich darf die Möglichkeit des Heraustretens aus der Höhle nicht unbeachtet lassen. Vorläufig fällt mir dazu nur ein, daß man die Selbstverständlichkeiten aufdecken muß. Das, was derart selbstverständlich ist, daß es zum blinden Flecken wird.
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Bestechend finde ich die Aussage, daß man nur über den Vergleich zu überhaupt einer anderen Wahrnehmung und Erkenntnis gelangen kann. Und zunächst nichts sieht und erkennt. Aber wenn Du von „Wahrheit“ sprichst @Ralf46 , dann schrecke ich schon zurück. Die „Idee des Guten“ ist eine Annahme vor dem Hintergrund der platonischen Ontologie. Das geht s o nicht in die Gegenwart zu übertragen. Und die Wahheiten, die gut sein sollten, waren es nur selten.
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Wir könnten ja auch, während @Yossarian trainiert, schon mal beginnen zu plaudern. Ich habe mir vorhin das Höhlengleichnis noch einmal durchgelesen und bin irgendwie ganz unwillig währenddessen geworden. Wir sehen, was wir sehen und das ist für uns die Realität. Wir nehmen den Schein für das Sein … weil wir nicht in „Sein“ und „Schein“ unterscheiden, wie Platon es getan hat. @realo, ich kann die Aktualität nicht erkennen. Ich belasse es bei diesen 2 kurzen Einwürfen, vielleicht und hoffentlich gibt es Widerspruch.
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Ja, und eben habe ich zum ersten Mal die „Einführung“sseite gelesen. Die „archäologischen Feldarbeiten“ waren mir daher entgangen.
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Herzlichen Dank für Deine ausführliche Antwort @forscher . Du kannst ein Patent anmelden? Damit beziehe ich mich auf die „Eigentumsansprüche“.
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Bisher habe ich Dich so verstanden @forscher , daß Du im Team einer Forschungsgruppe mitarbeitest, das den Impakt in Saarlouis-Nalbach aufgrund des Gesteins belegt oder -gegen anderslautende Forschungsmeinung- zu belegen sucht. Wenn ich Dich beim Wort nehme, dann ist Dein Blick irgendwann einmal auf einen Gesteinsbrocken gefallen, Du hast ein bißchen tiefer geschürft (wörtlich) und hast aufgrund des Aussehens des Gesteins einen Meteoriteneinschlag vermutet. Daraufhin hast Du ein Team gesucht, daß Dich bei Deinen weiteren Arbeiten unterstützt hat. Dein Possessivpronomen also möchte ich hinterfragen. Angenommen, ich fände in meinem Garten (den ich nicht habe) bei einer Grabung mit einer Schaufel für ein neues Bäumchen eine größere Scherbe, die mir verdächtig „alt“ vorkommt. Gäbe ich sie an ein Institut zur näheren Erkundung und es würde sich herausstellen, daß sie tatsächlich sehr alt ist und man würde in meinem Garten weiter archäologische Forschungen betreiben, dann wäre ich die Entdeckerin – zweifellos. Obwohl ich weiter nichts getan habe als die Scherbe weiterzureichen. S o ist es bei Dir nicht, weil Du an den Forschungsarbeiten beteiligt bist, aber was bedeutet „meine“ ?
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Zoe geändert.
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Zoe
Mitglied23. März 2025 um 11:47 In Bezug auf: Frage des Monats: Wie möchten Sie im Alter wohnen?Man könnte die ins Freiwillige gewendete Armut „Minimalismus“ nennen.