Carlinette
Erstellte Foren-Antworten
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Hallo @Webra, ist für mich normal, dass ein Bundeskanzler um die 30 k€/Monat erhält. Es gibt offenbar über 20 hoch dotierte Bundesdienstposten, die mehr bekommen! Es wurde auch schon angemahnt, das zu ändern.
„“Im Vergleich zum Vorstand der Deutschen Bahn AG ist Bundeskanzler
Scholz quasi ehrenamtlich unterwegs“, sagte Korte in einer Reaktion.
„Als Chef der Bundesdruckerei hätte er vermutlich weniger Stress, aber
dafür doppelt so viel Gehalt. Das sind absurde Verhältnisse. Die irre
Politik, staatliche Infrastruktur und Institutionen auszugliedern und zu
privatisieren, muss aufhören.““https://www.tagesschau.de/inland/kanzler-verdienst-101.html
Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass Friedrich Merz wirklich ein volksnaher Kanzler wird. Das gibt seine Karriere nicht her, und seine Persönlichkeit wohl auch nicht. Hoffen wir, dass er wenigstens außenpolitisch ein gutes Händchen entwickelt.
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Nun, @Ebenzer, ich verstehe immer noch nicht, wie das zusammenpasst. Erstens ist für mich der Unterschied zw. Nazi-Wählern und AfD-Wählern nicht klar erkennbar. Und zweitens bin ich es bis Oberkante Unterlippe leid, dass gerade seitens AfD dauernd die Migration als Problem hingestellt wird. Das ist m.E. insofern nichts als Meinungsmache, als diejenigen Bundesländer mit dem NIEDRIGSTEN Ausländeranteil (sprich hier, Migrationshintergrund) die MEISTEN AfD-Stimmen bekommen. Schau mal dieses Bildchen:
Zuwanderung als gravierendstes Problem in MeckPom? Kann echt nicht sein. Deine Soziologenquelle ist da ganz aufschlussreich, danke. Wirtschaftliche Nachteile, Abwanderung und das Gefühl, nicht eingebunden zu sein, das kann ich als Grund für Frust nachvollziehen. Aber schon blöd, wenn man aus Frust das Geschirr kaputt haut und dann aus der hohlen Hand essen muss…
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Was du hier beigetragen hast, hilft mir leider nicht wirklich zu verstehen, warum ausgerechnet im Osten die AfD so beliebt ist, @Ebenzer. Irgendwoher müssen die Rechtsextremen und Hitlerverehrer in den östlichen Bundesländern ja kommen – nach 1990 aus dem Westen eingewandert sind sie bestimmt nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass eine Art von nichtöffentlicher Gesinnung in der DDR weitergelebt hat, aus der heraus man sich mit nun wieder leichter zugänglichen Nazi-Inhalten identifiziert.
Übrigens, danke @SFath für deine Hintergrundinfos!
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Also @ricarda01 , was heißt jünger, ich bin sicher jünger als du und kämpfe ebenfalls mal mit meinem Gedächtnis – oft auch GEGEN mein Gedächtnis. Im Altersheim kann ich dann die BewohnerInnen beruhigen und sagen, dass ich meinem Gedächtnis schon jetzt nicht so vertrauen kann wie früher, bei ihnen ist also alles normal. Es ist aber hauptsächlich das Kurzzeitgedächtnis, sehr typisch! Mich längere Zeit auf etwas zu konzentrieren geht schon noch, z.B. muss ich das bei langen Strecken im Auto ja auch unbedingt.
Komischerweise tritt das beschriebene Abgelenktwerden nur in meiner Wohnung auf, nicht draußen, wo ich ja irgendwo hinwill und das zielstrebig verfolge. Die Wohnung, also der Ort, wo Dutzende verschiedene Aufgaben daran erinnern, dass sie erledigt werden möchten, während wir eben nie alle auf einmal wegarbeiten können. Oder im Garten, da ist es genauso: Überall warten schon die nächsten Handgriffe auf mich. Ich glaube, es geht einfach schneller, daran zu denken, was ich alles tun sollte, als es wirklich zu machen!
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Die Jüngeren haben wahrscheinlich einen anderen Blick auf die Geschichte als wir. Als ich Kind war, lag der 2. WK etwa 20 Jahre zurück, d.h. meine Eltern und die ganze Umwelt waren davon direkt und intensiv geprägt, haben allerdings wenig gesagt. Die jüngeren Wähler von heute hingegen haben ein Bild über die Schule bekommen und weniger direkte Augenzeugen_/ Zeitzeugenkontakte.
Ich habe mich angesichts der Farbaufteilung von Deutschland nach der Wahl gefragt, ob womöglich eine Ablehung der Vermittlung von Geschichte zu DDR-Zeiten mitgespielt hat. Man war dort doch, so weit mir bekannt, offiziell sehr kritisch gegenüber den Nazis (und sehr kooperativ gegenüber der Sowjetunion). Dass die Parallelen zur NSDAP nun in den östlichen Bundesländern die Hälfte der Wähler nicht davon abgeschreckt haben, die AfD zu wählen, wie kann man das erklären? Und was für ein Bild machen sich die AfD-Wähler von Russlands Strategie? Wenn Putin oder sein Nachfolger in Frankfurt/Oder einmarschieren würde, was für ein Gesicht würden sie dann machen? Ich verstehe einfach nicht, wie das alles zusammenpasst.
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N’Abend @Yossarian, und ‚tschuldigung! Hatte zwar recht forsch getönt von wegen Geistesblitze liefern, aber bin dann den ganzen Nachmittag im Garten ackern gewesen. Hatte gerade Zeit und Kraft, eine Eibe an der Ecke zu pflanzen, wo das GaLa-Unternehmen vor Kurzem mehrerer überaltete Bäume und Sträucher gefällt hat. Ich finde Eiben total klasse im Garten. Sie wachsen sehr langsam, lassen sich in jede beliebige Form schneiden und haben dichtstehende, immergrüne Nadeln mit leichtem Glanz drauf. Ich weiß gar nicht, woher sie bei mir herkommen, vielleicht bringen die Vögel sie mir mit – habe schon mehrere kleine Sträucher entdeckt, von denen ich nun einen umgepflanzt habe.
Zu deinem Höhlengleichnis fällt mir als Erstes die Reklame ein, die eine Wirklichkeit suggeriert und dazu passende Bilder liefert, aus denen sich die Menschen dann ihre Scheinwelt zurechtbasteln…
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Wenn wir dir in diesem kollaborativen Medium ein paar Geistesblitze spendieren sollen, was wir je nach Fachrichtung gerne täten, solltest du unbedingt das Thema bekanntgeben
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Moin! Ich habe auch in Niedersachsen briefgewählt, war mein letzter deutscher Wohnsitz. Bin jetzt ein bisschen stolz auf die Wähler, dass sie so eifrig wählen gegangen sind. Klingt nach allem, was man möchte, aber nicht nach Politikverdrossenheit. Nun, Sekt wird’s für mich nicht gerade sein, aber immer noch was Besseres als Selter.
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Hallo @Ebenzer, schon wieder diese Vokabel „Weißbrot“! Ist das ein irgendwie konnotierter Begriff aus einer irgendwie politisch gefärbten Szene oder was? Ich kenne das nur als den Gegenstand zum Essen. Lass mich gerne aufklären! Hier in Frankreich gibt es schon solche Wörter, mit denen Rechtsextreme versuchen, die Zensur in Foren zu umgehen. Statt z.B. Migranten mit Schimpfwörtern zu bezeichnen, sagen sie „eine Chance für die Nation“ zu diesen Menschen. Da ist die Zensur machtlos, und ihre Leser lesen das automatisch als Beschimpfung.
Zur Ost-West-Verständigung und dem Zusammenwachsen, der einzige Einblick, den ich aus näherer Nähe genossen habe, war in der Bundeswehr. Dort wurden gezielt Soldaten aus allen Landesteilen in Gruppen zusammengeführt, um die gegenseitige Bekanntschaft in Gang zu bringen. Die meisten Kameraden hâtten natürlich am liebsten einen „heimatnahen“ Standort bekommen, aber dann wäre jeder für sich geblieben. Ich frage mich gerade, ob nicht die Aufteilung in Bundesländer auch eine Bremse für die Mobilität und den Austausch gewesen ist? Es gibt viele Beamte und Angestellte, die dauerhaft einem Bundesland zugewiesen sind, anstatt auch mal über den Tellerrand schauen zu können.
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Hallo @Ebenzer, was ich der Presse zu der Aussage von Aaltola entnehmen konnte, klang etwas gedämpfter: „Mika Aaltola sagt, er habe aus mehreren Quellen gehört,
dass die USA Europa drei Wochen Zeit geben würden, um
Friedensbedingungen zuzustimmen.“ laut Reddit (keine Ahnung, was diese Adresse wert ist). Und dann ein ziemlich obskures Forum mit deutscher Flagge, wo deine Meldung unter dem Hinweis kommt „Die Meldung wird in der BRD vor der Wahl noch streng geheim gehalten“. Dass ich nicht lache. In den französischen Medien findet sich die Meldung genauso wenig. Und Newsweek hat sich erstmal an das Weiße Haus gewandt, um dort zu erfahren, was davon denn stimmt.