Carlinette
Erstellte Foren-Antworten
-
Ja, in Deutschland geht das Bargeldabheben an der Supermarktkasse. In Frankreich geht das nicht, und trotzdem werden die Geldautomaten abgebaut. Es soll evtl. ein bankenübergreifendes System eingeführt werde. Die Kommunen wollen die Banken auch noch finanziell einspannen, um das zu finanzieren. Irgendwann ist aber alles so weit herunterrationalisiert, dass nichts mehr über ist, was sich noch wegsparen ließe.
Ich werde auch mein deutsches Postsparbuch abschaffen. Es gibt fast nirgends mehr Automaten, an denen ich damit Geld abheben kann; und nur dazu hatte ich es mir ursprünglich eingerichtet.
-
@forscher, bestimmt ein ehemals menschlicher Beruf (analog zum wohlbekannten Bananengeradebieger), der inzwischen von einer opto-elektronischen Schaltung überflüssig gemacht wurde?
Klar setze ich mich da dem Risiko aus, als Verfechterin der Rückkehr zur Postkutsche tituliert zu werden. Macht nix, bin in der Beziehung nicht so empfindlich!
-
Carlinette
Mitglied1. März 2025 um 16:38 In Bezug auf: wenn ein Computerfehler unbeabsichtigt zur Wahrheit führt ...Schade, dass Morgenstern schon tot ist. Ich hätte ihm gerne vorgeschlagen, eine Strophe mit wolfsmäßig pluralistischer Beugung anzuhängen:
die Wirwölfe
der Unserwölfe
den Unswölfen
die Unswölfe
Nur damit er nicht so bitterlich zu weinen braucht!
-
Da hast du Recht, @klabu! Wenn alle „echten“ Vorgänge ins Internet verlagert werden, haben es die Banken leicht mit ihrer Behauptung, die Geldautomaten in jedem dritten Dorf würden ja immer seltener gebraucht, sodass man sie gleich abschaffen kann. Dieses böse Spielchen treiben sie gerade massiv in Frankreich. Das ist nicht kundenfreundlich. Kann man von Kunden in fortgeschrittenem Alter erwarten, dass sie sich dauernd online tummeln und 25 km zur nächsten Filiale mit dem Auto fahren, wenn sie Bares brauchen? Und was, wenn wir irgendwann ein bisschen tüdelig werden und die 50 verschiedenen Passwörter nicht mehr wiederfinden, die der ach so moderne Mensch heute zu brauchen scheint? Ich finde, das Online-Ungetüm hat allmählich etwas Bedrohliches.
Ach ja, bei der Bundeswehr nannten wir die IT manchmal scherzhaft „der Feind“… obwohl wir damals noch ’n Tick jünger waren!
-
Liebe @happyday, alles Gute bei der Bearbeitung des Themas, aus gutem Grund auch von mir.
Ich denke, wir dürfen dankbar sein, in diesem Jahrhundert zu leben. Besser, es kursieren bei manchen fragwürdige Erklärungen, als dass PTBS usw. komplett als Einbildung abgetan werden wie zu früheren Zeiten. Heute werden unsichtbare Verletzungen schon von vielen Fachleuten ernst genommen. Es gibt Therapien und Erfolge. Hoffen wir, dass die derzeit zu beobachtende Umkehr der Werteskala in Richtung Härte und Rücksichtslosigkeit diese Fortschritte nicht wieder rückgängig macht!
Pass gut auf dich auf
-
Besten Dank, @Fagus : Tucholski mit seiner hintersinnig subversiven Spinnerei habe ich schon immer geliebt! Manches von ihm ist wirklich arg sarkastisch, aber dieser Text ist schon fast poetisch schön. Es lebe hoch, das Loch!
-
Moin in die Runde! Hier geht es zivilisiert zu, hier möchte ich bleiben
Gestern hatte ich mal wieder eine lange Autofahrt zu absolvieren und zwei Mitfahrerinnen über die Mitfahrbörse eingeladen. Immer eine geniale Gelegenheit, Leute kennenzulernen und etwas über deren Ansichten, Verhalten und Erfahrungen mitzubekommen. Hier zwei Aussagen von der einen Mitfahrerin, die mich beeindruckt haben:
Die Schildkröte im Kühlschrank. Wir unterhielten uns über spürbare Folgen des Klimawandels. Ich dachte, als ich von der Schildkröte im Kühlschrank hörte, ich hätte mich verhört. Aber ihre Landschildkröte hat die letzten Winter so schlecht durchgeschlafen, sie wachte bis zehnmal auf, weil es zu warm war. Das bekommt dem Tier gar nicht, sagt sie; es kann sogar wegen mangelnder Erholung sterben. Nun überwintert sie die Schildkröte im Kühlschrank. Einmal pro Woche wird eine halbe Stunde lang die Tür geöffnet für den Sauerstoff.
Der Brotkorb. Wenn C. ihre Familie zum Essen bei sich hat, reicht sie vor dem Auffüllen der Teller einen Brotkorb herum mit der Aufforderung: Jeder tut bitte sein Smartphone rein! Tun alle, und das Wunder geschieht: Alle reden miteinander, keiner wird von seinem Handy abgelenkt – und alle sagen hinterher, es sei richtig schön gewesen!
-
Ende der Abendvorstellung. Wir sprechen sichtlich nicht dieselbe Sprache. Und Selbstjustiz ist auch nicht meine Linie. Bin dann mal weg.
-
Bitte bitte @Ebenzer, kannst du deine Werturteile ein wenig zurücknehmen? Es ist einfach anmaßend, Leuten hier dauernd Vorwürfe zu machen, natürlich nur, wenn sie nicht deiner Meinung sind. Heute gab es da eine bunte Auswahl: Arroganz, Halb- und Unwissen, Lächerlichkeit, jetzt stellt SFath „die falschen Fragen“, es ist wirklich unangenehm. Schließlich entscheidest nicht du, was die „richtigen“ Fragen sind.
Wenn wir hier zu mehreren darauf hinweisen, dass die Zuwanderung im Osten nur gefühlt ein Problem sein kann, weil die wirklichen Zahlen ganz anders aussehen als die subjektive Einschätzung der Bevölkerung, warum das abstreiten und abwerten? Wenn in MeckPom laut meiner Quelle von heute nachmittag nur 8% der Bewohner ausländische Wurzeln haben, in NRW hingegen über 31% (Zahlen von 2022), was gibt es daran zu deuteln oder schlechtzumachen? Nix, gar nix. Die Fremdenfeindlichkeit ist schlicht NICHT RATIONAL. Was sie nicht daran hindert, wahlentscheidend zu sein. Das ist bitter, aber man sollte solche irrationalen Haltungen nicht auch noch befeuern oder weiterverbreiten.
-
Ah, danke @SFath , so allmählich bringt ihr Licht in mein Dunkel!