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Erstellte Foren-Antworten
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Mitglied19. Juli 2024 um 13:21 In Bezug auf: Spielt der Glaube in Ihrem Leben eine große Rolle?Ad Urknall-Hypothese + bibl. Schöpfungsmythos: Als ich eben darüber nachsinnierte, fand ich Beides miteinander vereinbar. Unterstellt, die Urknall-Hypothese würde zutreffen, man könnte sie irgendwann verifizieren –@Yossarian , ich will mich auf keinen Fall mit Dir anlegen, korrigiere gerne meine begrifflichen Ungeschicklichkeiten :-)))- dann widerspräche das, wie ich finde, nicht der Annahme, daß Gottes Wort es war, das aus dem NICHTS ETWAS hervorbrachte.
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Mitglied19. Juli 2024 um 12:50 In Bezug auf: Spielt der Glaube in Ihrem Leben eine große Rolle?@Carlinette : […] Meinst du, dass das für “eine große Rolle” des Glaubens im Leben reicht?
Nö, eher nicht.
Rückblickend denke ich, daß auch in den ca. 25 Jahren, in denen ich nicht mehr Kirchenmitglied war, und Gott mich auch nicht entfernt nur interessiert hat, trotzdem der Glaube an seine Existenz davon nicht berührt war. Ich hätte gewiß nicht sagen können, wenn ich gefragt worden wäre, daß ich nicht an ihn glaube. Für mich ist Gott nötig, damit das Wort „Sinn“ einen Sinn erhält. Ohne Gott wäre „alles“/die Welt sinnlos. Da Du gläubig bist, nehme ich an, daß Du verstehst, was ich meine. Wenn man nicht an Gott glaubt, ist diese Aussage … Sinn-los.
Daß die Welt/der Kosmos geordnet, daß sie geschaffen ist, das garantiert Gott als der Schöpfer, der Urheber des „Ganzen“. Insofern hat Gott im Hintergrund meines Lebens immer eine nicht unwichtige Rolle gespielt (wie mir jetzt bewußt wird).
Tja, *seuf* – und nun in den vergangenen Jahren ist Gott für mich wie ein „böser Vater“ geworden, so, als habe er mich verdammt, er liebt mich nicht (ich habe schon öfter versucht, dieses Gottesbild aufzudröseln mit dem realen Vater, auf psychologischer Ebene, aber ich kriege den Knoten nicht gelöst). So allgemein glaube ich, daß Gott nicht allmächtig ist, sondern mit-leidet, nichts sonst. Er leidet mit den Menschen, die leiden. Schon diese Zweiteilung in ein Verständnis in allgemeiner Hinsicht und speziell auf meine Person bezogen, ist natürlich völlig abstrus.
Ich habe öfter versucht, Gott aus der Welt weg zu denken, aber irgendwie geht das gar nicht :-))). Das geht ebenso wenig wie an Gott zu glauben, wenn man es nicht tut. Man kann das Weltbild, das in Fleisch und Blut übergegangen ist, das das Existenzgefühl prägt, wohl nicht per ratio und willentlich verändern.
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Liebe @Carlinette , Du bringst bei mir eine Quelle ins Sprudeln … das ist toll. Ich muß erstmal sortieren und schreibe Dir später.
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Mitglied18. Juli 2024 um 18:18 In Bezug auf: Spielt der Glaube in Ihrem Leben eine große Rolle?@Carlinette : ein Stoßseufzer ist nach meinem Verständnis mutmaßlich ein Glaube, der nach fünf Minuten vorbei sein wird;
Das ist eine schöne Vorlage, weil ich denke, daß dies ein „Moment“ (@forscher ) des Gottesglaubens z.B. sein kann … oder ist?
, der zeigt, daß Gott sowas wie ein Fundament ist, auf dem jemand steht. Jajaja :-))) man kann das auch ganz anders werten, aber da ich mich auch gerne im Kontrast entfalte, in diesem Fall zu Dir, möchte ich das Stoßgebet als einem vernachlässigtem Element des Glaubens an Gott in ein helles und starkes Licht rücken.
Du hast in Deinem Satz ’ne Menge (2) Vorsichtsmaßnahmen eingebaut … ich habe sie zur Kenntnis genommen.
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Mitglied18. Juli 2024 um 13:43 In Bezug auf: Spielt der Glaube in Ihrem Leben eine große Rolle?@Carlinette : Hat nicht jeder von uns im Laufe seines langen Lebens mit oder ohne
Religion ein persönliches Glaubensgebäude errichtet, das für ihn
unverzichtbar ist, um die Geschehnisse, die auf ihn einprasseln,
irgendwie zu ordnen und zu bewältigen?Ich möchte das „Glaubensgebäude“ umwandeln in „metaphysisches Konzept“ und ob jede/r das tut, weiß ich nicht. Mir ist zum Ausdruck „Sinn des Lebens“ nur eingefallen, daß man, wenn man dem Ausdruck „Sinn des Lebens“ einen Sinn/eine Bedeutung geben kann, mit jeder Antwort, die man darauf gibt, sich in den Bereich des Metaphysischen begibt. Zumindest sind alle Antworten, die man darauf geben kann, nicht beweisbar (nicht im naturwissenschaftlichen Sinn beweisbar, logisch möglcherweise schon). Ein Satz wie „Der Sinn des Lebens ist das Leben selbst“ z.B. scheint pragmatisch und Tatsachenbezogen und zugleich ist es eine Aussage, die unbeweisbar ist. Eine Behauptung, die nicht begründet werden kann ohne nicht auf weitere unbegründbare Behauptungen zurückzugreifen.
Ich vermute, daß in die Ecke, auf die Du blickst @Yossarian , die „Ätsch, ihr glaubt auch“-Fraktion, auch das gehört, was ich zum Ausdruck habe bringen wollen. Kann man mich verstehen?
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Mitglied18. Juli 2024 um 11:21 In Bezug auf: Spielt der Glaube in Ihrem Leben eine große Rolle?@Carlinette […] liegt die Möglichkeit nahe, dass der-/diejenige sich seinen Privatgott
so zurechtlegt, wie es ihm passt. Im Grunde ist damit kein Ausbruch aus
den Grenzen der persönlichen Blindheit, sprich Egobezogenheit, möglich.Ein „Privatgott“ ist gewiß nicht möglich, weil Gott dann überhaupt nicht die Bedeutung haben könnte, die ER hat. Aber Du meinst was anderes, nehme ich an -und ich möchte mich nicht in die Spurrille begeben, die Du vorgibst. Die Hl. Schrift enthält so eine Fülle von Gottesbildern und sie wird seit Jahrhunderten immer wieder neu ausgelegt, d.h. interpretiert, und wer könnte da kommen und meinen, es gäbe Gott und SEIN Wort, dem es richtig sei zu folgen?!
Der Ausdruck „Egobezogenheit“ hat einen negativen touch bzw. benutzt Du ihn in negativem Sinne. Egobezogenheit ist schlecht und besser ist es, auszubrechen. Für mich gibt es die Trennung zwischen Eigen- oder Selbstinteresse und der Berücksichtigung und Achtung der Interessen der Anderen nicht. Ich unterscheide Beides, denn „ich“ bin nicht „der/die Andere“, aber „für mich“ ist in meinem Verständnis engstens verknüpft mit „für dich“ und vice versa.
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[…] innerbetrieblichen Auseinandersetzung […]
:-))) das ist inhaltlich jetzt zwar ein bißchen dünn, aber mir gefällt die Formulierung s e h r.
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Mitglied17. Juli 2024 um 17:09 In Bezug auf: Spielt der Glaube in Ihrem Leben eine große Rolle?Da ich selber der ev. (luth.) Kirche angehöre, theologisch ausgebildet bin und meine Beziehung zu Gott einigermaßen chaotisch zerrissen ist, erlaube ich es mir @Carlinette , mich über Dein „es gibt zwar Leute“ zu echauffieren.