Zoe
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Wie ich schon andeutete, habe ich S. Wagenknecht früher in vielen Talk-Shows gesehen und beobachtet. Das war zu Beginn ihrer politischen Aktivitäten, also in den ersten Jahren nach der Wende. Als Frau, als die Jüngste, als Mitglied der PDS war sie in den Runden die Rangniedrigste. Ihr Rederecht war somit zeitlich knapp bemessen. Wurde sie von dem Moderator oder der Moderatorin einmal befragt, ist mann ihr, sobald sie nur Atem holte, bereits ins Wort gefallen. Sie hat sich ihr Rederecht erzwungen, indem sie einfach, ohne lauter zu werden, nur weiter ihren Text gesprochen hat.
Einmal ist ein Mann ihr zur Seite gesprungen, auf paternalistische Art und Weise. Ich habe mich mit ihr identifiziert, ich habe mich an ihre Stelle gesetzt und wußte, ich hätte das Angebot angenommen. Ich hätte mich der gönnerhaften Unterstützung unterworfen, nur damit ich wenigstens e i n e n Beistand habe. Wagenknecht hat das zurückgewiesen. Sie hat das Angebot abgelehnt. Daraus habe ich geschlossen, sie sei nicht korrumpierbar. Und das hat mein Bild von ihr geprägt.
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@GSaremba61 :Sachliche Ebene – da sollten alle bleiben und da kann dann auch gepunktet werden.
Gehören Spekulationen über die Rolle des Ehemannes zur Sache? Für mich nicht.
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Diese Antwort wurde in vor 1 Jahr, 8 Monaten um
Zoe geändert.
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Man schämt sich, etwas zu tun, von dem man weiß, daß es den eigenen Überzeugungen entgegenläuft. Das ungefähr müßte „Flugscham“ bedeuten. Eigentlich könnte man dann auch das eigene Auto einsetzen. Oder das Rauchen …
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Danke @GSaremba61 , ich kommentiere Deine Antwort auch erstmal nur mit „hmhmhm“,
den Ansätzen zur Bevormundung will ich weiter nachgehen (interessanter Aspekt) und ja, die kommunistische Tendenz … ist mir auch noch nicht klar.
Was mich intuitiv auch abschreckt, das ist die Versammlung um eine Art „Lichtgestalt“ (obwohl ich S.W., damals als ich noch ferngesehen habe, in den 10-15 Jahren nach der Wende, bewundert habe, als Frau). Während ich jetzt schreibe, merke ich, daß mir das Beklatschen e i n e r Person schon bei den Grünen nicht gefallen hat. Irgendwie widerspricht es der demokratischen Idee …
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Ja, ich frage mich gerade, ob ich das „völkische Ordnungsmuster“ nicht schon für „rechts“ als Kriterium nehmen könnte. Was wäre dann aber „extrem“ (für mich?). Mit diesen Begriffen hantiert man herum und was genau ist ihr Inhalt? Ich weiß es im Moment auch nicht. „Die Mitte ist nach links gerückt“ sagte man, so meine ich zu erinnern, eine zeitlang über die Merkel-Regierung. Es ist alles relativ … usw.usf.
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@GSaremba61 : Warum hoffst Du das? Es wird weder etwas an Einstellung, Auftreten, Denken und Handeln der Parteienmitglieder ändern. An der Namensgeberin schon gar nicht.
:-))) Ja, Du hast recht; ich muß leicht verwirrt gewesen sein, weil ich mir dachte, wenn’s nur schnell genug geschähe, würde das etwas ändern.
So wie jetzt weiß man doch woran man ist.
Aber dies? „Woran man ist“? Wenn Du mir einige Stichworte lieferst, reicht mir das schon. Einer Einschätzung wie „zurück in die DDR“ … würde ich mich nicht anschließen. Das ist mir zu undifferenziert.
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Ich habe mir gestern noch überlegt, was ich unter rechts-extrem und links-extrem verstehe. Extrem bedeutet für mich auf der rechten Seite, daß man mit einem völkischen Ordnungsmuster arbeitet. Auf der linken Seite, daß man alle Wirtschaftsbetriebe verstaatlichen oder vergemeinschaften möchte. Das ist ein Versuch von mir, die entscheidenden Kriterien zu benennen.
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@Heigi: bei Wiki steht, das BSW sei eine “sozioökonomisch Linke” und “soziokulturell Rechte”.
Da ich bis eben nicht wußte, daß es inzwischen ein vierseitiges Parteiprogramm gibt, habe ich es nun gelesen. Was „viele Beobachter“ (wiki) meinen, scheint mir nicht unzutreffend. Was ist eigentlich mit dem „sozio“ gemeint? Auf die gesamte Gesellschaft bezogen -oder wie? Tja, ich hatte mir gedacht, mich der BSW zuzuwenden, aber nach der Lektüre … weiß ich auch nicht. Die soziokulturell rechte Seite gefällt mir nicht. Der Name soll ja noch geändert werden – hoffentlich wird er geändert.
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Ich habe das von Dir @SFath verlinkte Interview im „Mediendienst“ gelesen -und muß mich korrigieren. Meine Annahme, daß für Afganistan ein grundsätzliches Abschiebeverbot gilt, war nicht richtig.
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Liebe @happyday , ich antworte Dir auf Deinen Beitrag, den Du gestern kurz vor Mitternacht an mich geschrieben hattest. Den zweiten fett markierten Satz verstehe ich nicht einzuordnen, inwiefern er was mit meiner Argumentation zu tun hat. Ich muß das also offenlassen.
Zum ersten fett Markierten hatte ich am Sonntag den Gesetzesparagraphen verlinkt, das „nationale Abschiebeverbot“ betreffend. Darin steht, daß in bestimmte Länder nicht abgeschoben werden darf, grundsätzlich nicht. Länder, in denen Folter/Todesstrafe drohen. Asylanträge, die bis in die letzte Instanz abgelehnt werden und einen Abschiebebefehl zur Folge haben (kein Bleiberecht, Ausweisungsverfahren verstehe ich dahingehend) dürfen also dennoch nicht umgesetzt werden. Daraus folgt dann der „Duldungsstatus“.