Zoe
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Zoe
Mitglied27. Oktober 2024 um 11:34 In Bezug auf: Es treibt mich doch ziemlich um: Nobelpreis für "Menschenvernichtungs"programmDie „Gewalt“, die man mit Sprache ausübt, fällt mir sowohl zum „Menschenvernichtungsprogramm“ (im Threadtitel immerhin in Anführungsstriche gesetzt) ein als auch zu abwatschenden Bemerkungen gegenüber anderen Gesprächsteilnehmern. Die Gewalt der Sprache ist beachtenswert. Das ist ein Thema, das mich interessiert.
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Hm, Fakten sind eigentlich alternativlos?
Man kann zu einem Sachverhalt Fakt X oder Fakt Y wählen und wird zu einem anderen Ergebnis kommen, aber ein Fakt selbst?
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Ich habe diesen Ausdruck noch nie gelesen oder gehört @forscher . Man könnte unter „alternativen Fakten“ auch die Korrektur von „Verdrehungen der Wahrheit“ verstehen
… aber wissen tu‘ ichs auch nicht @ricarda01 .
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„Kalkulierte Fehler bedeuten für mich bewußte Fehler“ (@GSaremba61 ) – ja Gesa, ich weiß gar nicht, wie oft ich in der letzten Zeit mit einem „Du hast recht“ geantwortet habe.
Es war die Unschärfe meiner Gedanken.
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Zoe
Mitglied25. Oktober 2024 um 15:10 In Bezug auf: Es treibt mich doch ziemlich um: Nobelpreis für "Menschenvernichtungs"programmIch zitiere eine Passage aus dem wiki-Artikel „On Bullshit“, in dem das gleichlautende Essay von Harry Frankfurt besprochen wird. Er ist Philosoph und deswegen gestaltet sich die Sache selbstverständlicher komplexer und tiefgründiger
als hier im Zitat zu erkennen, aber für meine Zwecke reicht es. ***
„Am Anfang und erneut am Ende des Textes bemerkt Frankfurt, dass wir in unserer Kultur ständig von Bullshit umgeben seien. Am meisten interessiert ihn dabei derjenige Bullshit, der im öffentlichen Leben sichtbar werde, besonders in der Werbung und in der Öffentlichkeitsarbeit, etwa von Parteien und Politikern, wobei Werbung, PR und Politik heute sehr nahe benachbart seien.[3] Bullshit werde unvermeidlich dann hervorgebracht, wenn Menschen gezwungen seien oder auch nur Gelegenheit erhalten, über Dinge zu sprechen, von denen sie nicht genug verstehen. Im öffentlichen Leben sei dies leider sehr oft der Fall. Als zweite Ursache für eine Flut von Bullshit nennt Frankfurt die verbreitete Überzeugung, dass in einer Demokratie jeder Bürger zu sämtlichen Angelegenheiten, die sein Land betreffen, dezidierte Meinungen haben müsse. Darüber hinaus möchten viele, die sich als bewusst moralisch Handelnde verstehen, sogar Vorkommnisse und Bedingungen in aller Welt bewerten; wenn Faktenkenntnisse fehlen, entstehe auch hier unausweichlich Bullshit.“
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Die sogenannten „Meinungsumfragen“ tragen auch zur vermeintlichen Meinungsverpflichtung bei, wie mir noch einfällt.
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Zoe geändert.
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Ja @forscher , „auch wenn man nur so tut“.
„Ich heiße Hase und weiß von nichts“, nur hinter dem eigenen Rücken ist das schwierig.
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„Unwissen mit Fehlerquote“ (@GSaremba61 ) – erst als ich an die „Frauenquote“ dachte, habe ich verstanden, was Du meinst. Die einkalkulierten Fehler, damit man weiterkommt. Ich bin auch für eine Fehler“kultur“.
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@Geraldine : Wenn ich unwissend bin, werde ich sicher nichts tun, was Folgen haben
könnte, ausser dass ich mich an Dinge probiere, die aber nur mir schaden
könnte.Als ich mit meinen Gedanken bei Deinem Gedanken angekommen war, habe ich mir gedacht, daß weiteres Behirnen müßig ist, denn Dein Gedanke setzt ja Informiertheit über ein Unwissen voraus. Wenn man nun aber gar nicht weiß, daß man nicht weiß … dann tut man alles oder auch nichts :-))).
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Ach was :-))). Was hat man davon, wenn man die Frage beantwortet? Mancher Irrtum kann zum Tode führen – was dann dumm ist, wenn man nicht sterben wollte. Andere Irrtümer sind reizend oder lustig oder führen weiter.
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@forscher , ich denke, daß wissen und sich deswegen irren können besser ist als nicht wissen, weil die Wahrscheinlichkeit das Falsche zu tun, beim nicht wissen größer ist als beim wissen. Beim nicht wissen ist es zufällig, beliebig; beim wissen dagegen ist es wahrscheinlicher das Richtige zu tun.
Ich kann mich von meiner Aussage selber nicht überzeugen. Irgendwas stimmt daran nicht.