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Erstellte Foren-Antworten
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Hallo seestern47,
Streitkultur, damit meine ich den Streit mit Worten und nicht den mit Fäusten, entsteht doch durch Meinungsunterschiede. Ohne Meinungsunterschiede keinen Streit. Wenn man die Gründe für
unterschiedliche Meinungen kennt, kann man den „Meinungsgegner“ besser verstehen und dies ist hilfreich bei meiner „Gegenargumentation“.
In den vielen Arbeitsverhältnissen meines Lebens war ich auch einige Jahre als Direktverkäufer
im Außendienst tätig. In einem vierwöchigen Lehrgang wurden wir geschult, wie man mit Argumenten des Kunden, die gegen einen Verkaufsabschluss ins Gespräch gebracht wurden, vorgehen soll.
Die erste Regel hieß: Nie die Argumente des Kunden abweisen. Etwa durch: „Das was sie sagen
stimmt so aber nicht, weil usw.“ Immer die : „Ja, aber Regel“ anwenden. Wenn ich dem Gegenüber erstmal vermittle, dass er von seinem Standpunkt aus betrachtet Recht hat, ist bei ihm die Bereitschaft größer, sich auch meine Gegenargumente anzuhören.
Mit dieser Methode erreicht man bei jedem Meinungsaustausch, also auch hier im Forum,
dass ein Meinungsstreit auf sachlicher Grundlage ausgeführt wird.
Wenn ich aber meine Antworte mit: „XYZ, wie kannst du nur solch einen Unsinn von dir geben“, ist eine sachliche Kommunikation nicht mehr möglich. Mein Gegenüber ist persönlich angegriffen und dadurch nicht mehr Bereit, sich mit meinen Argumenten zu befassen. Er wird stattdessen mit einer ähnlichen, meistens noch verletzenderen Antwort reagieren.
Deshalb ist es nach meiner Meinung und auch Erfahrung sinnvoller, nicht mit einer Bewertung zu reagieren sondern in Erfahrung zu bringen, warum er diese Meinung hat und dann evtl. sachliche Gegenargumente „ins Feld führen“.
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Hallo Cocco,
gehe ich richtig in der Annahme, dass du, wenn du eine Meinung kund tust du davon ausgehst,
dass diese Meinung richtig ist?
Nehmen wir doch nur mal den Krieg in der Ukraine. Für das Verhalten Russlands und der Reaktion der
Ukraine gibt es Für und Wider. Wie entstehen solch widersprüchlichen Ansichten?
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Hallo Edy07,
ich versuche herauszufinden warum von vielen Menschen oft gesagt wird: „Objektiv betrachtet sieht die Sache doch so aus, dass…… usw.
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Was ist Meinung? Wie entsteht sie? Warum ist sie, bezogen auf das gleiche Ereignis so unterschiedlich? Und warum gehen wir immer davon aus, dass unsere Meinung richtig ist?
Da Meinung nur bei denkenden Wesen entstehen kann, also bei Subjekten, wie soll es da eine
objektive Meinung geben. Objekte sind doch Sachen, also Gegenstände die nicht denken können.
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Das Russland sich zur führenden Wirtschaftsmacht in Europa entwickeln wird, dafür fehlen realistische Grundlagen. Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Bruttoinlandsprodukt.
Deutschland alleine hatte im Jahre 2020 ein Bruttoinlandsprodukt von 3.843.340 Mio.
Russland jedoch nur 1.478.570 Mio.
Wenn du jetzt alle anderen Staaten der EU zusammenrechnest , wird die EU auch die stärkste
Wirtschaftsmacht in Europa bleiben.
Wenn diese EU aber weiterhin nicht in der Lage ist eine Europäische Armee auf die Beine zustellen,
wird Russland seine militärische Vormachtstellung in Europa noch weiter ausbauen.
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Bei den Eskimos ist heute der “ Tag des Nasenreibens.“ Dieser Akt hat die gleiche Bedeutung wie
bei uns das Küssen, habe ich mal gelesen. Ist aber wesentlich Hygienischer als bei uns das Küssen.
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„Wäre es nicht ein Zeichen von Solidarität, mal auf die Erhöhung der Diäten in diesem Jahr zu verzichten?“ rooikat im Eingangsbeitrag.
Ich habe mal vor längerer Zeit vorgeschlagen, im Zuge einer Rentenerhöhung die höheren Renten
geringer zu erhöhen und dafür die Mindestrenten entsprechen höher. Der Protest gegen diesen Vorschlag war enorm.
Solidarität wird immer gerne von den Anderen eingefordert, wenn sie aber von einem Selbst gefordert wird, gibt es keine Zustimmung.
Hallo rooikat,
fühle dich bitte nicht persönlich angesprochen, es ist nur eine Feststellung in vielen Bereichen
unseres Lebens, besonders aber in der Politik, die ich gemacht habe, dass von „den Anderen “ etwas erwartet wird, was man aber selbst nicht bereit ist zu Leisten.
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Beitrag SFath 3 Juli 11:50
Die Zahlungen des Staates an die beiden christlichen Kirchen sind Verpflichtungen, die vor 200
Jahren vom damaligen Staat vertraglich und freiwillig eingegangen wurden und zwar unbefristet.
Mit welcher rechtlich wirksamen Begründung könnte dieser Vertrag jetzt vom Staat gekündigt werden?
Interessant wäre deshalb mal zu ermitteln, was die damaligen Vermögenswerte heute Wert sind.
Wenn ein realistischer Wert festzustellen wäre, könnte man alle bisherigen Zahlungen diesem Wert
gegenüberstellen und dann sehen, ob bereits eine „Überbezahlung“ erfolgt ist, oder wie hoch noch
die „Restzahlungsverpflichtung“ ist. Falls bereits eine Überbezahlung geleistet wurde, wäre eine
Rechtsgrundlage für eine Vertragskündigung gegeben.
Das Interesse für solch eine Ermittlung der „Schuldhöhe“ dürfte aber bei Regierung und Parlament
gering sein, weil die Mehrheit der Regierungsmitglieder und der Abgeordneten einer der beiden christlichen Religionen angehören.
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Hallo Modesty,
Mit Erdogan hat die Nato einen Staatenlenker in ihren Reihen, der sich ähnlich verhält wie Putin.
Wenn er seine Gebietsforderungen mit militärischen Mitteln Nachdruck verleihen würde, hätte die Nato ein Problem. Alle anderen Mitgliedsstaaten müssten dann doch Griechenland gegen den Aggressor aus den eigenen Reihen beistehen. Ich weiß nicht ob die Nato die Möglichkeit hat, ein Mitglied wegen unsolidarischen und bedrohenden Verhalten eines anderen Mitgliedes gegenüber dieses aus der Gemeinschaft wieder auszuschließen, aber wenn dies Möglich sein sollte, würde ich sagen: Raus mit der Türkei und Stornierung der EU-Beitrittskandidatur.
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Als Realpolitiker muss man fähig sein, bei vielen Entscheidungen emotionslos „Nutzen und Kosten“
gegeneinander abzuwägen. So wie die vielen Toten im Ukrainekrieg für den Erhalt der demokratischen Freiheit geopfert werden, werden für das Sicherheitsbedürfnis Schwedens und
Finnlands 33 kurdische Freiheitskämpfer geopfert. In beiden Fällen heiligt der Zweck die Mittel.
Wenn Schwedens und Finnlands Befürchtungen eingetreten wären, hätten alle Nato -Mitgliedsländer
ihre Soldaten in den Krieg schicken müssen. Somit auch Deutschland. Die Gesamtzahl der Toten
würde dann aber wesentlich Größer sein.
Unser Bundeskanzler hat sich also seinem Eid entsprechend verhalten, den er bei der Amtseinführung geleistet hat.
„Der Amtseid lautet: „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe. “ (Kopiert“)