Erstellte Foren-Antworten

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  • realo

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    14. April 2023 um 22:21 In Bezug auf: AKW-Abschaltung

    Ich als Neuer finde es gut, wenn es einen neuen Thread zum Thema gibt.

    Es gibt eben nicht nur die persönliche Haltung, das Selbst im Mittelpunkt der Öffentlichkeit, sondern es sind auch andere Menschen mit anderen Bedürfnissen beteiligt.

    Ich kann die Leute verstehen, die Atomenergie akzeptieren, der Preise wegen.

  • realo

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    14. April 2023 um 18:04 In Bezug auf: Frage des Monats: Wie schädlich ist Einsamkeit?

    Nicht nur Skype, die gesamte virtuelle Welt ist eine Möglichkeit, falls das Alleinsein oder nicht Alleinsein zu Einsamkeitsgefühlen führt. Einsamkeit heißt, der Kontakt ist abgerissen, vor allem zu mir selbst und dann braucht es Zerstreuung mit Anderen. Wer einen guten und harmonischen Kontakt mit sich selber hat, kennt das Gefühl Einsamkeit kaum. Wer den inneren Dialog pflegt und das geht anonym über die virtuelle Welt offensichtlich, braucht vor der Isolation keine Angst zu haben und verspürt die Einsamkeit weniger als Bedrohung. Das Problem im Alter mit Gebrechlichkeit, es wird erwartet, dass diesen Zustand jemand bemerkt und dann zu Hilfe eilt, jedoch durch in der Wohnung zurückgezogen sitzen, kommt niemand und die Frustration ist groß. Das führt zu einer sehr schmerzlichen und traurigen Einsamkeit. Es gibt so viel Altenbetreuung, Sozialhilfe, Besuchsdienst oder Arzt Hausbesuche, aber alles muss man vorab organisieren und aktiv ins Leben rufen, sonst passiert nichts. Also macht es Sinn, in Zeiten, in denen man noch rüstig ist, für die Gebrechlichkeit vorzusorgen und so der Einsamkeit im hilfsbedürftigen Alter zu entgehen. Die meisten Senioren haben Familienangehörige, die sich kümmern, nur wer das nicht hat, sollte sich beizeiten selber kümmern und sich bewusst sein, dass die Sozialkontakte nicht häufiger werden mit zunehmender Senilität. Mir persönlich schwebt ein Mehrgenerationshaus vor für die bedürftige Zeit im Alter. Auf Familienangehörige brauche ich nicht hoffen, sie sind weit weg.

  • realo

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    13. April 2023 um 22:22 In Bezug auf: Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst

    Das sind die kommunikativ am lustigsten, die deutlich und unübersehbar ins Netz schreiben, dass sie sich bei dem Quatsch nicht äußern. ha ha ha

    Kann man bei irgendeinem Amt Altersarmut beantragen, ich hätte es gerne.

  • realo

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    12. April 2023 um 22:36 In Bezug auf: Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst

    Mir ginge es um das Gejammere wegen Altersarmut. Ich behaupte, dass der Begriff von der Gesellschaft künstlich installiert ist, um Angst zu schüren, praktisch trifft man nie jemanden an, auf den das zutrifft, niemand behauptet von sich, ich leide an Altersarmut außer im Fernsehen. Ich finde den Begriff so absurd und er wird ständig wiederholt und bedrohlich angesprochen. Natürlich gibt es in Deutschland so viel Geld, ein blühender Kapitalismus, jedoch das meiste Geld besitzen wenige und die meisten haben weniger Geld. Menschen, die so viel Kapital besitzen, dass sie das Geld per Zinsen vermehren können, sind auch in Deutschland eine Minderheit. Auf jeden Fall ist der Begriff Altersarmut als Bedrohung gewollt. Die Würde im Alter gestaltet sich genauso wie die Würde das gesamte Leben über gelebt wurde. Wie gesagt, im Alter bekommt man die Rechnung für die Lebensqualität des ganzen Daseins. Wer das Leben lang den Rachen nicht vollkriegen konnte, wird im Alter das Gefühl haben unter Altersarmut zu leiden. Wer sein Leben lang nie ins Theater gegangen ist, weil er lieber mit der Spielekonsole spielte, braucht auch im Alter nicht ins Theater gehen, sondern sich eine Arztserie im Vorabendprogramm hineinziehen.

  • realo

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    11. April 2023 um 22:10 In Bezug auf: Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst

    Untervermieten bedeutet vor allem, mit einem fremden Menschen in einer Wohnung zusammenleben. Da braucht es viel soziales Verständnis und Empathie, sonst wird das nichts. Meine Untermieterin, nur wenig jünger als ich, ist in ihrer Heimatstadt eine Hausbesitzerin und ist hier beruflich in der Stadt. Da lohnt eine eigene Wohnung nicht. Sie will noch nicht in Rente gehen, ist fit und agil. Untervermieten ist kein Privileg eines besser gestellten Rentners, das kann jeder machen, der ein Zimmer freihat, es braucht die Fähigkeit des zwischenmenschlichen Kontaktes. Sollte es gegen dieses gruslige Wort Altersarmut helfen, eine gute Lösung. Die meisten Menschen im Kapitalismus sind arm, das ist gewollt.

  • realo

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    11. April 2023 um 10:29 In Bezug auf: Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst

    Man kann schimpfen und hin und her rechnen so lange man will, es kommt dabei raus, ICH WILL MEHR KOHLE HABEN und dabei mit dem Fuß auf den Boden stampfen. Jedoch es ändert nichts, im Kapitalismus gibt es einige sehr reiche Menschen und ganz viele arme Menschen, die die reichen finanzieren. Ich habe mir das nicht ausgedacht, aber so ist das System seit dem Ende des Feudalismus. Es wird versprochen, dass jeder durch Geschäfte reich werden kann, jedoch wenn es nur noch reiche gäbe, wer zahlt dann diesen Reichtum? Also versuchen es viele mit den Geschäften, nehmen Kredite auf, scheitern meistens und die Banken haben gewonnen. Alleinerziehende, Rentner, Kranke oder Ungebildete haben kaum eine Chance ein erfolgreiches Geschäft aufzuziehen, denn dazu muss man als Kapitalist skrupellos der breiten Masse das Geld aus der Tasche ziehen, um so mehr, um so besser. Jammern, wie arm man doch ist, wo soll das Widerhall finden? Bei der Politik im Kapitalismus? Welche Partei setzt sich für Arme ein und verzichtet auf eigenen Machtanspruch? Nicht einmal die Linke und sie wird von den anderen Parteien noch nicht einmal mehr belächelt. Man kann natürlich theoretisch hätte, wenn und aber Konstruktionen bilden, aber zunächst ist der Ist-Zustand von Bedeutung, der gilt. Der Schrei nach mehr Geld passt zum Kapitalisten, er will mehr Kapital, so will es das System, aber wenn die breite arme Schicht auch nach mehr Geld schreit, macht sie sich doch systembedingt lächerlich. Dann ist sie nicht nur arm, sondern moralisch auch noch erniedrigt. Deshalb ist meine Haltung, scheiß aufs Geld, es geht auch anders.

    Ich bestreite mit 900 €, was in Deutschland die Armutsgrenze ist und somit nicht grundsicherungsfähig als Rentner alle meine Ausgaben. Miete, habe von der letzten Beziehung eine große Altbauwohnung und kann untervermieten, Strom, Heizöl, Internet, Rundfunkgebühren, Auto ist abgeschafft und natürlich die Lebensmittel. Aufgrund meiner schon immer guten und sparsamen Lebensorganisation bin ich vertraglich auf keinen überzogenen Luxus festgenagelt, aber auch nicht auf Almosen angewiesen. Ich bin arm aber humorvoll und schrei nicht nach mehr Geld, sondern verzichte auf vieles was teuer ist, das fällt mir nicht schwer, denn ich bin kreativ und kann man spannende Gedanken machen, die entschädigen für das meiste. Das ist das Schöne am Alter, mit vielen Erlebnissen, Erfahrungen und viel Zeit, das Kopfkino ist ergiebiger als jedes käufliche Ding. Wer mit der Realität, so grausam wie sie ist, umgehen kann, der darf auch in der virtuellen Welt die Fantasie genießen. Dann kommt man darauf, was im menschlichen Leben alles Spaß machen kann, ohne Gebühren.

  • realo

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    10. April 2023 um 22:21 In Bezug auf: Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst

    @SusiSoho

    Woher weißt Du, wie viel Geld ich für den Unterhalt brauche? Ich wiederhole es gerne noch einmal, für mich sind 900 € im Monat viel Geld, als Rente, ich muss nichts mehr dafür tun. Es gibt einige Berufsgruppen die weniger haben und sie müssen auch klarkommen. Es ist nicht das mehr Geld allein, was zur Lösung führt, sondern vor allem geschickte Lebensführung. Doch, seelische Erbauung ist der entscheidende Faktor zum Überleben, ohne dem würde alles Geld der Welt nicht helfen, es würde zum Suizid führen. Es gibt junge Menschen, die symbolisch völlig ohne Geld leben und das geht in Deutschland so viel ist übrig.

  • realo

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    9. April 2023 um 22:23 In Bezug auf: Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst

    @rooikat

    Interessant, wie Du anführst, was andere Menschen für materielle Güter brauchen.

    Wenn sie es nicht haben, leiden sie an Altersarmut. Für die Senioren, die mit der Rente gut wirtschaften können, ich gehöre auch dazu, ist es kein Hohn, wenn sie sparsam sind. Für mich als Rentner ist der Begriff Altersarmut eine Diskriminierung und Entwürdigung. In Deutschland wird ein Mensch bis 900 € Einkommen als arm bezeichnet. Durch Aufstocken per Grundsicherung kommt man etwa auf diesen Betrag. Für mich als alter Mann sind 900 € im Monat fiel, denn ich befriedige meine seelischen Empfindungen nicht durch materielles Konsumieren.

  • realo

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    7. April 2023 um 22:22 In Bezug auf: Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst

    Das wird gesellschaftlich transportiert, ich bin alt, ich bin arm, das ist ungerecht und eine anmaßende Frechheit. Das war es, ein Lösungsvorschlag gibt es nicht, vielleicht Mitleid und etwas bedauern. Wer glaubt, weil man alt ist, hat man besondere Rechte auf Finanzen, hat sich in dieser Gesellschaft geirrt, es gibt keine Entschädigung für ein Leben, dass nicht zur Zufriedenheit geführt hat. Im Alter gibt es die Rechnung für das bisher geführte Dasein und das ist nicht nur materiell gemeint. Ich bin in der Tat jetzt im Alter zufriedener als je zuvor im Leben, nicht wegen viel Geld, sondern wegen viel Erfahrung, das macht gelassen. Ich habe stets meine individuelle Haltung vertreten, das hat viele Schwierigkeiten bedeutet in der Gemeinschaft, aber ich blieb mir treu, das führt heute im Alter zur Freude, unabhängig vom Geld. Habe Selbstvertrauen, das fühlt sich besser an wie Sonderbezüge oder anders ausgedrückt, einen Glückscent auf der Straße finden ist mehr wert als einen hundert Euroschein ohne Glück. Der Begriff Altersarmut ist eine schreckliche Erfindung, aber natürlich ist Armut ein Teil der kapitalistischen Gesellschaft, genauso wie Superreiche.

  • realo

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    7. April 2023 um 9:27 In Bezug auf: Kinderarmut, gibt es das überhaupt?

    Der kapitalistische Staat macht es aber nicht, der Staat unterstützt mit Subventionen große Konzerne, damit sie auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig sind, mit riesigen Summen, jedoch für Ganztagsschulen, wo der Staat neben der Familie soziale Aufgaben übernimmt, reicht das Geld nicht. Es ginge noch nicht einmal ums Geld, das ist wie so oft ein Vorwand, der Staat möchte die Obhut für die Kinder nicht übernehmen. Die Bereiche, die der Staat sozial leisten muss, hat er an die Kirchen ausgelagert und zahlt dafür. Der kapitalistische Staat will sich nicht um Menschen kümmern, sondern um Ökonomie, es geht um Geld im großen Stil, um Gewinn und Rendite. Dafür braucht er die Menschen, noch lässt sich nicht alles mit Robotern abdecken. Jedoch die Warenproduktion für den Export ist weitestgehend automatisiert. Nur Kinderbetreuung, Schulen, Arbeitslose, Rentner und Pflegeheime lassen sich nicht mit Rendite bewirtschaften, im Gegenteil, ausschließlich ein Kostenfaktor in der Gesellschaft. Nichts mit Kapital und deshalb ist der Konflikt ein logischer Bestandteil des Systems. Volle Supermärkte und Kaufhäuser sind ja schön und gut, aber was nutzt es, wenn bei den Eltern nach einem halben Monat das Geld alle ist und sie zur Tafel gehen, damit die Kinder etwas zu essen bekommen? Hier in der Stadt werden die Tafelläden von der Caritas betrieben, das ist die katholische Kirche. Dann gibt es noch Lebensmittelretten-Läden, sie werden privat oder von Vereinen organisiert. Der Stadt direkt macht für Bedürftige nichts, außer das Sozialamt, bei dem man mit viel Bürokratie Geld beantragen kann. Es gibt Ganztagsschulen auf Initiative der Eltern und Lehrer, das geht, wenn man sich privat engagiert, kann man erfolgreich sein.

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