Carlinette
Erstellte Foren-Antworten
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Hallo @Heigi, sind Streiks der Lehrer tatsächlich ein Problem? Hier in Frankreich sind es eher die unbesetzten Planstellen. Dass zusätzlich noch Streiks stattfinden, macht das Problem nicht besser; aber auch ohne Streiks wäre die Versorgung der Schüler mit Lehrkräften schlicht zu knapp dimensioniert. Das führt insgesamt dazu, dass 2 Mio. Schüler von insgesamt 12 Mio. auf Privatschulen gehen.
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@forscher, inzwischen raunt man sich doch in Seniorenkreisen schon zu: behalte dein jetziges Auto, so lange es irgend repariert werden kann! Denn der nächste Kauf, egal ob neu oder gebraucht, ist automatisch so ein Blink-Piep-Tütü: Die vielen Assistenten und die ganze Bordelektronik sind bereits alle in der Grundausstattung drin.
Ich glaube mal, gelesen zu haben, dass irgendein indischer Hersteller womöglich demnächst „normale, simple“ Autos anbieten wollte, weil erstens nicht alle Leute aus unserer Generation mit so viel Funktionen glücklich sind und zweitens dieser ganze Krimskrams auch Geld kostet, was zahlreichen Kunden zu viel wird. Aber das wird wohl an den permanent steigenden technischen Auflagen für Neuwagen scheitern, oder glaubt ihr nicht?
Für mich ist der gute alte Diesel immer noch das Teil der Wahl, weil ich im Stadtbereich die Öffis nutze, dafür aber regelmäßig Ganztagesfahrten habe, die mit den derzeitigen Ladezeiten für E-Autos unzumutbar würden.
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Warum werden die Regierungsflieger nicht in Berlin geparkt, fragt Stadtwolf. Ich möchte beinahe meine Hand ins Feuer legen, dass der geplante Bau des repräsentativen Regierungsflughafens in Schönefeld, der letztlich abgepfiffen wurde, ebenfalls aufgrund seiner Kosten kritisiert worden wäre. Veranschlagt waren dafür mal 350 Mio. € lt. https://de.wikipedia.org/wiki/Flugbereitschaft_des_Bundesministeriums_der_Verteidigung. Dass man sich jetzt mit einem sehr knapp bemessenen Provisorium begnügt, dürfte den Kritikern doch hoffentlich gefallen
Wäre Berlin von Anfang an unsere Regierungsmetropole gewesen, wäre die Flugbereitschaft wohl in der Tat nicht im Umfeld von Bonn stationiert worden. Nun ist es halt so, wie es ist. Die Flugbereitschaft nutzt Flüge ohne Passagiere zu Ausbildungszwecken (fliegendes Personal muss durch laufende Praxis qualifiziert sein und bleiben). Sollte jemand noch eine tolle Idee einfallen, wie das alles viel besser organisiert werden könnte, kann er sie vielleicht in Berlin vorschlagen… viel Glück!
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Nö @Genuss, „… von vielen“ hab ich sowohl gelesen als auch verstanden
und nur bemängelt, dass das Beispiel MdB nicht repräsentativ ist – deren Rente betrifft ein paar Tausend Leute von zig Millionen.
Und @realo, natürlich ist es ein Problem, Beamte zu entlassen, nachdem man ihnen eine Beamtung auf Lebenszeit schriftlich zugesichert hat. Genauso unfein würdest du es vielleicht finden, wenn man dir bei Rentenantritt z.B. 1800€ fest auf Lebenszeit (plus Inflationsausgleich) zusichert und dann 10 oder 20 Jahre später sagt, war nicht so gemeint, jetzt bekommst du nur noch 1200€. So einen Vertrauensbruch kann sich bestenfalls eine Diktatur ausdenken.
Abgesehen davon sind Beamte qualifizierte Mitarbeiter für öffentliche Aufgaben, aber keine Ladenverkäufer, Klempner oder Kfz-Elektroniker. Und die, die für die Pflege qualifiziert sind, arbeiten ja bereits dort… Patentrezepte dieser Art werden auch in Frankreich in allen Gastwirtschaftsstuben entwickelt, aber realitätsfähig sind sie leider nirgends.
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Moin liebe @seestern47! Ja, der Riesenweihnachtsbaum in Straßburg wurde auch bereits diese Woche aufgestellt, als wir gerade erst am Ende eines spätsommerlichen Oktobers ankamen. Neulich wurden mir auch schon die ersten Weihnachtskekse mit Schokolade serviert. Brauch ich alles genausowenig wie du. Für mich fängt die Vorweihnachtszeit am 1. Advent an, ganz klassisch.
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@Zoe und @GSaremba61, neulich musste ich mal einen Leihwagen mit solch einem hyperaktiven Bordcomputer selbst fahren, und es ging erstaunlicherweise sehr gut!
Falls ihr euch fragt, warum: Erstmal gehöre ich zu den Menschen, die es ruhig und konzentriert mögen statt stressig und hektisch. Seit Jahrzehnten habe ich mich selbst darauf trainiert, störende Einflüsse wie visuell aggressive Reklame auszublenden. Das funktionierte beim Bordcomputer daher auch ganz gut.
Schwieriger ist es für mich, wenn eine akustische Berieselung da ist. Meine Ohren davor abzuschirmen, das schaffe ich nicht. Und seit einiger Zeit ist auch die Reklame, die ich vom ÖPNV vorgesetzt bekomme, aggressiver als früher: kein Papier mehr, sondern Bildschirme, die einem dauernd neue und/oder bewegte Bilder vorflackern. Zum Glück war bei dem Leihwagen nichts eingeschaltet, was dauernd piept und quasselt, außer einer Radarmeldeanlage
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Moin @Genuss, aber das ist mir jetzt zu polemisch! Dein „Beispiel“ mit den MdB ist in keiner Hinsicht repräsentativ. Ich dachte eigentlich, als du das Thema angestoßen hast, dass es dir um die breite Masse der Bürokratie geht, nicht um Einzelfälle. Das passt alles für mich nicht zusammen. Und „aufräumen“? Nun, wenn jeder vor seiner eigenen Haustür kehrt, ist das Straßenbild doch gleich viel netter anzusehen!
In dem Sinne, allen einen schönen Sonntag (hier ist gerade ein SONNENtag angesagt und ich freue mich auf ein wenig frische Luft um die Nase)!
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@klaus46, wer mit schweren Pathologien in der Notaufnahme von Krankenhäusern ankommt (aufschlägt/ eingeliefert wird o.ä. – such dir ein Verb aus, das dir gefällt!), ist meistens in der Tat kaputt und kann nicht arbeiten. So what?
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@Genuss, bis dahin sind wir uns einig. Hast du eine Lösung? DEN Stein der Weisen sucht nämlich ganz Europa seit Jahrzehnten
Ich meine, Kettensägen oder rituelle SGB-Verbrennungen lösen das Dilemma auch nicht wirklich!
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Hallo @Genuss und @GSaremba61, dass die Bürokratie in Deutschland teils groteske Formen annimmt, bis dahin kann ich gut zustimmen. Aber Entlassungen von Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst sind sicher nicht der richtige Weg. Mal abgesehen davon, dass man Beamte prinzipiell gar nicht entlassen KANN
GeSa sieht es m.E. richtig, es hängt an den Gesetzen. Wenn die Gesetze so gestrickt sind, dass Leute mit weniger als 8 Semestern Studium ihre Rechte weder kennen noch erst recht diese Rechte an der richtigen Stelle beantragt bekommen, ist tatsächlich etwas faul an der Sache. Wenn ich manche Formulare für Arbeitsunfähigkeitsrenten oder Pflegegrad o.ä. sehe, frage ich mich, ob sie nicht der Verhinderung von Zahlungen an eigentlich bedürftige Menschen dienen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!
Abbau von überflüssiger Bürokratie ist ein ernsthaftes und wichtiges Thema, und es geht dabei nicht nur um Vermeidung von Kosten für die öffentliche Hand – sondern m.E. darum, Menschen gut zu behandeln und zu versorgen, die es nötig haben. In Gesprächen mit Leuten, die in Deutschland leben, meine ich mitbekommen zu haben, dass Menschen ohne ausreichendes Einkommen keine Krankenversicherung mehr haben. Hier in Frankreich stehen mir bei solchen Aussagen die Haare zu Berge. Man kann doch Leute nicht einfach unbehandelt krank sein lassen! Nur, damit sie dann als Notfallpatient mit noch viel schlimmeren Pathologien im KH aufschlagen? Ich durchschaue die Verhältnisse in Deutschland da nicht wirklich. Klärt mich gerne auf!