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Lara
von Anna Pasternak. Der Film -Dr. Schiwago- mit Julie Christie als Lara ist manchem noch in Erinnerung.
Es gab sie wirklich diese Lara . Sie hieß Olga Iwinskaja und war Pasternaks nicht geehelichte Gefährtin, Geliebte, Muse, mit all der Zerissenheit und Tragik, die man aus dem Film und dem Roman kannte.
Andere Sujets, andere Situationen im realen Leben, aber die gleiche verzehrende Sehnsucht.
Beispiel: Sie wurde verhaftet und interniert, während Pasternak unangetastet blieb.
Das alles und noch sehr viel mehr über Boris Pasternak, die gesamte Familie Pasternak, sowie die Liebe zwischen Ihm und Olga und das Verhältnis seiner Familie zu ihr und ihrer zu ihm. Die eine Familie haßte sie und ihre Eltern waren nicht erbaut von der Liason mit ihm.
Das alles akribisch recherchiert von seiner Großnichte, Enkelin seiner Schwester Josephine, die den Namen Pasternak weiterführt.
Sie wagt sich an einen gewaltigen Stoff und bewältigt ihn, so wie ich das sehe.
Es ist nicht nur die Familiengeschichte. Es ist auch die russisch/sowjetische Geschichte vom Beginn des 20. Jahrhunderts und sie greift bis nach Westeuropa in die europäische Geschichte.
Wer sich als für Pasternak und/oder diesen Teil der Geschichte interessiert, ein flüssig lesbares Buch haben möchte, ist damit, glaube ich gut bedient.
Es ist kein Roman, aber eine, wie ich finde, gut erzählte Geschichte über eine Familie , eine große Liebe, eine sehr spannende Zeit und wie das alles miteinander verflochten ist.
Im angelsächsischen Raum war die Kritik überwältigend positiv. Mich machte das skeptisch und neugierig.
Soweit erstmal
phil
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