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@seestern47 , nein nicht Jenny Erpenbeck
. Mir ist u. a. ein „altes“ Buch in die Hände gefallen. „Von Bagdad nach St. Petersburg – Ein Reisetagebuch“ von Peter Frey. Der ZDF-Journalist hat seine Erlebnisse um den Jahrtausendwechsel beschrieben. Auf seiner Route Irak, Saudi-Arabien, Israel, Russland, USA, einige Staaten der ehemaligen Sowjetunion und, und …Das Buch erschien 2002 bei Hoffmann und Campe und fristete ein trauriges Schicksal in meinem Buchregal. Es ist spannend zu lesen, was Peter Frey und sein Team erlebte. Der Optimismus und auch Aktionismus an mancher Stelle. Auch die Hoffnung auf junge Politiker und die Enttäuschung aus heutiger Sicht. Schon damals suchten Flüchtlinge einen Weg nach Europa und strandeten in Flüchtlingslagern. So manches Ereignis ist im Strom der Geschichte untergegangen und wird durch so ein Buch im eigenen Betrachten wieder nach oben geholt.
Außerdem habe ich nach der Klaus-Mann-Biografie ein Buch mit Bildern und Dokumenten über Klaus Mann rausgeholt „Ruhe gibt es nicht, bis zum Schluss“ von Uwe Naumann herausgegeben. Nicht dass sich die Familie Mann beschwert.
Abseits davon beschäftige mich im Moment Marion Ackermann, Generaldirektion der Staatlichen Kunstsammlungen hier. Nach „Sachsens Glanz“ zieht es sie nun nach „Preußens Gloria“. Sie hinterlässt hier so einiges, was wir hier nicht mit Freude sehen. Die lokale Presse stimmt mir da hier zu. Aber ihr sind auch ein paar großartige Ausstellungen zu verdanken. Es gebe viel dazu zu sagen.
Karte für die Caspar David Friedrich-Ausstellung ist reserviert (Oktober), auch für den Film „Führer und Verführer“ (aber das ist ja dann ein ganz anderes Thema) bin ich vorgemerkt.
Im Moment fehlt mir etwas Aktuelles zum Lesen. Aber ich halte Ausschau, wie der kleine Kerl vor ein paar Tagen aus dem Dresdner Zoo.
Constantia
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@seestern47 , ich empfehle dranbleiben
. Am Ende erschließt sich so manches, was zumindest ich schon Seiten vorher vermutet habe. Ich habe auch gegrübelt, Liebesgeschichte, Krimi … ?Ich bin ja schon drei Bücher weiter.
Constantia
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@Constantia – kleiner Zwischenbericht. Ich befinde mich gerade in der Mitte des Romans – ich kann aber noch kein Urteil fällen, da ich (aus verschiedenen Gründen) zwischen genial und katastrophal schwanke. Oder ist das auch schon wieder ein Prädikatsmerkmal?

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Ich habe den regulären Preis der Taschenbuch-Ausgabe bezahlt und auch schon gelesen.
Wie steht auf der Seite mit den ach so wichtigen Angaben:
„Dieser Roman ist ein Werk der Fiktion. Handlung und handelnde Personen sind erfunden. Jegliche Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen wären rein zufällig.“
Ich hätte da noch ein Zweites. Mit der Auszeichnung des International Booker Prizes wird, wenn ich es richtig verstanden habe, die Übersetzung eines lesenswerten Buches ausgezeichnet. In dem Fall ist es Englisch und die Möglichkeiten der Verbreitung bedeutend größer. Was die Rezensionen in Deutschland ungemein erweitert. So hatte ich eine Vorstellung, die weit vom Buch entfernt war.
Der Beginn einer Liebesgeschichte zwischen einer Neunzehnjährigen (geboren also etwa 1987) und einem wesentlich älteren Mannes (geboren Anfang der dreißiger Jahre) gibt allein schon aus der Alterskonstellation Stoff genug. Die Entwicklung zeigt, da ist nicht nur das Alter sondern auch, die Zeit und die damit verbundene Biografie.
Jenny Erpenbeck schreibt meist kurz und prägnant. Mir ist es sofort präsent und mir kommen sofort Gedanken, Bilder, Emotionen …
Ist es diese Art, die im Englischen es noch einmal spannender macht und zur Auszeichnung sich anbot. Ich habe weder die englische Ausgabe noch reichten meine geringen Kenntnisse dafür aus.
Ein vielschichtiges Buch mit jeder Menge Potential zu allem Möglichen. Von den Rezensionen weit entfernt, war es mir doch nah und für mich auch eine Ausnahme der „Aufarbeitungs-Literatur über die DDR“.
Constantia

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Das Buch scheint gerade Goldstaub zu sein. Ein bei Ebay für fünf Euro am 2.6. eingestelltes Buch, steht schon bei zwanzig Euro und hat noch drei Tage und es ist als Mängelexemplar gekennzeichnet. Nichts mit billig gebraucht kaufen, es ist gut möglich, dass es gebraucht teurer wird als neu. Ich habe Geduld, bin im Moment nicht so scharf drauf.
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Ich bin mit Büchern und Filmen, die im ehemaligen Osten spielen sehr vorsichtig. Ich habe ihn in 38 Jahre erlebt und meine Erfahrungen machen müssen. Erst eine Einschätzung des Preises „International Booker Prize“ und den wohl speziellen Blick der Briten auf die DDR/Ostdeutschland und die wohl die gute Übersetzung (belohnt mit eben diesem Preis), hat die Neugierde siegen lassen.
Ich werde berichten und unter Umständen bin ich dann bereit das Buch weiterzugeben – je nach dem.
Constantia
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Zitat: „Ich gedulde mich, bis ich es aus zweiter Hand (Momox o.ä.) preiswerter bekomme.
L.G. Momo“
Eine gute Idee um das Buch zu lesen ohne großen Aufwand. Da ich gerade Bernhard Schlinks ‚Enkelin‘ gelesen habe, auch ein Roman, der viel im Osten spielt und mich der Klappentext begeistert hatte, bin ich jetzt vorsichtiger, denn von meinen Ostgefühlen kam nichts darin vor. Habe etwa 25 Jahre in Ostberlin gelebt und habe meine eigene Haltung zur Wende. Ob etwas davon im Roman ‚Kairo‘ von Jenny Erpenbeck vorkommt, lässt sich nur durch Lesen ermitteln.
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@seestern47 , schön finde ich auch den kleinen Film mit dem Hund. In dieser Woche höre ich jeden Morgen eine halbe Stunde den Brief an seinen Vater. Sehr interessant finde ich. Heute sagen wir einfach, ich hatte kein schönes Verhältnis zu meinem Vater (zu meinen Eltern). Kafka geht das so detailiert an. Einfach hoch interessant. Ich ertappe mich dabei, in die eiigene Kindheit abzugleiten, obwohl es eine ganz andere war.
Viele Grüße
Constantia
PS. „Kairos“ war gestern im Briefkasten und „Kafkas letzter Prozess soll auch diese Woche kommen.
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